Merino Fleischschafe

Wir züchten Merinofleischschafe seit 2011. Eigentlich sind wir sehr erstaunt gewesen, nachdem wir uns entschlossen hatten, diese Rasse zu züchten, dass sie auf der Liste der bedrohten Haustierrassen Stufe III stehen.
Mein Mann und ich hatten ein Kompromiss für eine gemeinsame Rasse gefunden. Er wollte eine handliche, größere Nutztierrasse züchten. Ich brauchte eine Rasse mit einer Wollqualität zwischen 23 – 33 Mikron zum verspinnen. Es kamen noch mehr Rassen für mich in Frage, aber da ist der Kompromiss wieder.


Unsere kleine Herde auf ihrer Sommerkoppel.

Vor 23 Jahre hatten wir schon mal eine kleine Herde Merino mit unserem Bock Hugo, einen Zuchtbock der russischen Feinwollschafe Stavropol-Merino.

Seit 1903 ist das Merinofleischschaf herdbuchmäßig geführt worden. Jedoch bis 1914 in unterschiedlichen Richtungen gezüchtet worden. Erst ab 1933 wurde ein einheitliches Zuchtziel für die Rasse festgelegt. (HÜHNERSDORF 1944). Dies galt bis 1954.

Heutiges Zuchtziel:
• mittelgroßes Schaf mit guter Fruchtbarkeit und betonter Fleischleistung
• Körpermaße: Zuchtböcke 120 - 140 kg, Mutterschafe 70-80 kg
• Tägliche Zunahmen: 350-400 g bei einer Schlachtausbeute von 50%
• Brunstverhalten asaisonal, Erstzulassungsalter 8-12 Monate
• Ablammergebnisse: Mutterschafe 140-160 %
• besonders gut für futterwüchsige Böden
• feine, weiße Wolle mit einem Mikron von 22-26 (A- bis A/B-Feinheit), gut gestapelt und gekräuselt, Hautfalten unerwünscht
• Schweißwolle: Zuchtböcke 7,0-8,0 kg, Muttern 4,0-5,0 kg bei Rendement 45-50%

Die Rasse eignet sich für Hüte-, Koppel- und Stallhaltung. Es liefert beste Schlachtkörper.
Wichtig ist jedoch hier die regelmäßige Klauenpflege.

In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind diese Tiere verbreitet.

Bestand 2004 war 4754 Muttertiere.