01.04.2010

Glocken zu Ostern

Diesen Artikel habe ich mal für unser kleines Naturblättchen geschrieben (2007).
Hiermit wünsche ich allen ein schönes Osterfest.

Als Narzissen sind die Osterglocken wohl die beliebtesten Blumen im Osterstrauß, aber die echten Glocken "fliegen einmal im Jahr nach Rom" - so eine volkstümliche Erklärung. Sie halten Andacht von Gründonnerstag an bis zur Messe in der Osternacht und bleiben stumm. Nur die Ratschen, mit großer Freude (ursprünglich nur von den Ministranten) zu jeder vollen Stunde gedreht, verkünden die in diesem Zeitraum die Uhrzeit. Der Brauch geht zurück bis in das 6 Jh nach Christus, als es noch keine Kirchenglocken gab. Später entschied man, daß das Kirchengeläut´ am Karfreitag zu festlich sei, daher die Verwendung der Ratschen. Mancherorts wird aber auch noch am Karsamstag - bis zur Ostermesse geratscht.
Die Osterglocken oder Narzissen gehören in die Familie der Amaryllisgewächse, und bekamen ihren Namen vom Narziss, einer Figur aus der griechischen Mythologie.
Narzissen sind Zwiebelpflanzen, und sehr beliebt bei den Hobby- und Profigärtnern. Da sie relativ lange blühen, und manche Sorten duften auch. Die Osterglocken gehören zu den Frühlingsboten, recht früh stecken sie ihre Köpfe aus der Erde, und erfreuen uns zusammen mit anderen Frühlingsblühern durch ihre farbenfrohe Vielfalt. Die Blüten erscheinen vom März bis Mai. Osterglockenzwiebeln steckt man im Herbst so lange der Boden noch frostfrei ist.

Heutzutage gibt es über 20.000 Sorten und Neuzüchtungen. Früher gab es nur die gelbe und die weiße Narzisse. Heute findet man in Katalogen verschiedene Farben. Die Palette reicht dabei von weiß über gelb, bis hin zu orange oder apricot. Aber auch zweifarbige Züchtungen sind keine Seltenheit. Narzissen mit großen Blüten haben häufig eine gefüllte Form. Als Osterglocken wird die gelbblütige  Narzisse bezeichnet.
Die weiße Narzisse wird auch als Dichternarzisse bezeichnet, diese haben einen leichten angenehmen Duft. Die Wildnarzissen stehen unter Naturschutz und dürfen auch nicht gepflückt werden.

1 Kommentar:

Patricia hat gesagt…

Danke dir für den netten Bericht,
die Dichternarzissen sind mir die Liebsten nur leider sieht man sie selten.
Ich wünsche dir auch ein schönes
Osterfest
LG Patricia